Land und Leute:Nepal ist ohne Zweifel ein Vielvölkerstaat. Eine offizielle Volkszählung im Jahre 2001 bezeugte, was unlängst bekannt war: über 100 verschiedenen ethnischen Gruppen und Kasten mit mehr als 70 differenzierten Sprachen und Dialekten leben in gegenseitiger Anerkennung miteinander. Rein rechnerisch gesehen teilen sich etwa 170 Bewohner Nepals einen Quadratkilometer Land. Da aber weite Teile Nepals unbewohnbar sind, drängen sich die 25 Mio. Menschen auf wenige Hauptballungsgebiete. Bestes Beispiel hierfür ist die Hauptstadt Kathmandu, wo in den alten Stadtteilen eine schier atemlose Enge herrscht. Nicht umsonst zählt Kathmandu zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt. Hier ballen sich 3000 Einwohner auf einen Quadratkilometer, der jährliche Zuwachs beträgt etwa 15 Prozent.
Bodenerosion ist eines der großen Probleme Nepals. Riesige Ströme, die dem Himalaya Gebirge entspringen, reißen jährlich Unmengen an Erde in die indische Gangestiefebene hinunter. Abholzung des Mittelgebirges zur Brennholzgewinnung für die Bevölkerung wie auch für die immer größer werdenden Scharen an Trekking Touristen, sowie die Abholzung für den Export, erzeugen große Flächen an kahlem Land. Für die permanent wachsende Bevölkerung werden darüber hinaus neue Anbauflächen für die Landwirtschaft benötigt. Als Folge schwemmen die heftigen Monsunregen den schwachen Untergrund in die reißenden Flüsse und Ströme.
Reiseinformationen: Die Himalaya Hochgebirgslandschaft Nepals zieht Reisende aus allen Teilen der Erde an wie ein Magnet. Auf Trekkingtouren im Bergland und Exkursionen in den Nationalparks der flachen Terai Zone erlebt man die beeindruckende Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Der Reichtum an Naturräumen vom Tiefland über die dichten Bergwälder bis in das Hochgebirge ist schier grenzenlos.
Einreisevisum: Sie können sich das Visum bei der Nepalesischen Botschaft ausstellen lassen. Da es aber oft genauso schnell am Flughafen in Kathmandu geht, habe ich es mir die letzten Male immer dort geholt. Im Nepal Board berichtete eine Frau, dass Transavia sie nicht mitnehmen wollte, da ihr Rückflug erst zwei Monate später wäre, und sie am Flughafen nur 1 Monat bekommen könnte. Da Nepal kein Rückflugticket verlangt war es aber nur die Nötigung von Transavia, um ein weiteres Ticket nach Indien verkaufen zu können ....Click Here.
Trekking in Nepal: Eine der klassischen langen Trekking Routen der Welt überquert im ersten Teil der traditionellen Expeditionsroute von Jiri bis zum Mount Everest einen Bergkamm auf den anderen. Halb mittelalterliche Dörfer klammern sich an die terrassenförmig angelegte Berglandschaft, weiter oberhalb ragen mysteriöse Gompas (buddhistische Gebetsstätten) empor
Ländliches Leben, welches sich in den letzten Jahrhunderten kaum änderte, umgibt den Trekking Reisenden, Gedanken heraufbeschwörend und so gänzlich anders als die westliche Kultur. Schnell fügt sich der Reisende in den Trekking Lebensstil ein; Mobiltelefone und andere moderne Errungenschaften sind schnell weit hinter sich und die Wiederentdeckung von Einfachheiten wie einem glühenden Sonnenuntergang, die Magie von aufflackernden Flammen oder der Genugtuung des Schlafes, um die körperlichen Strapazen des Tages zu besänftigen, setzt ein.
Drei Gebiete in Nepal sind durch ihre landschaftlichen Reize und durch ein festes Netzwerk an einheimisch geführten Hütten zur Übernachtung und Verpflegung bei so vielen Trekking Reisenden beliebt geworden: die Everest Region (Khumbu Region), die Annapurna Region nördlich von Pokhara und das Langtang Gebiet nördlich von Kathmandu. Click Here
Impressionen: Nepal war schon immer etwas besonderes, ein Paradiesvogel unter jenen exotischen Ländern, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zu den Lieblingszielen der Ferntouristen entwickelt haben. Glaubt man den schwärmerischen Erzählungen vieler Nepal Liebhaber oder den Heldenberichten zahlreicher Bergsteiger, so ist Nepal ein märchenhaftes, geheimnisvolles..
Übernachtung: Nepal besitzt heute ein gut entwickeltes Hüttensystem in der Solu Khumbu, Annapurna und Langtang Region. Nepal ist trotz allem ein Entwicklungsland und zählt zu den ärmsten in der Welt. Ein Vergleich mit den Berghütten der Alpen wäre demnach unangebracht.Die Hütten werden in den meisten Fällen von einer Familie geführt. Nahrungsmittel werden, wo es möglich ist, entweder selber angebaut oder vor Ort besorgt. Ansonsten bringen Träger die Sachen an Ort und Stelle. Reisende die sich für ein Teahous Trekking entscheiden helfen somit der lokalen Wirtschaft. Solange wie man keine “Sterne“ Unterkunft erwartet, wird man mit beidem, dem Essen und den Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Hauptrouten positiv überrascht und glücklich sein.
Essen: Entlang der Hauptrouten bieten die meisten Hütten ein reichhaltiges, überwiegend vegetarisches Menü bestehend aus Nudeln, Reis, Mehl, Kartoffeln, Eiern und aus spärlich verwendetem Gemüse an. Das Frühstück reicht von Müsli über Brot mit Marmelade bis hin zu Omelett. Die meisten essensangebote sind sehr reichhaltig an Kohlenhydraten, genau das, was zum Trekking gebraucht wird. Vermehrt finden auch Schokoladenkuchen, Pizzen oder Käsesandwiches den Weg auf die Speisekarte. Auf Tee, Kaffee, heiße Schokolade oder eine Cola muss niemand verzichten.
Waschmöglichkeiten / Toiletten: Viele Hütten bieten mittlerweile heiße Duschen an und dort wo man keine bekommt, steht zumindest ein Eimer mit Wasser zum Waschen bereit. Toiletten bestehen gewöhnlich aus einem Loch im Boden.
Schlafraum / Zimmer: Das Angebot an Schlafmöglichkeiten variiert. In den älteren Hütten stehe nach wie vor Gruppenschlafräume zur Verfügung, wohingegen moderneren mit Einzel- und Doppelzimmern glänzen. Diese sind zumeist nur durch eine sehr dünne Bretterwand voneinander separiert. In den neueren Hütten bestehen die Matratzen aus ausreichend dickem Schaumstoff, welche in der Regel mit einem sauberen Betttuch überzogen sind. Gewöhnlich ist ein Kissen vorhanden, auch wenn es zumeist so hart wie Stein ist. Die eigene Daunenjacke bietet hier eine wesentlich bessere Alternative.
Klima und Wetter: Das Klima Nepals wird wesentlich durch den Sommermonsun geprägt, der zwischen Juni und September den Grossteil der Niederschläge mit sich bringt (80 bis 90 Prozent). Die Nachmonsunzeit, vor allem die Monate Oktober und November, sind ideal für Hochtouren. In dieser Zeit regnet es fast nie, die Tage sind warm, die Nächte kühl und es ist eine sehr gute Fernsicht vorhanden.
In den Monaten Dezember und Januar wird es über 3000m nachts bitter kalt. Die Fernsicht ist weiterhin gut. Treks, die nicht in zu große Höhen führen, können in dieser Zeit unbesorgt unternommen werden. Warme Kleidung ist notwendig und Ende Dezember/Anfang Januar bringt der kurze Wintermonsun evtl. etwas Regen mit sich. Der Winter eignet sich für Wanderungen im äußeren Himalaya. Das Wetter ist im allgemeinem klar und stabil.
Das Frühjahr ist die zweite Hauptreisezeit für Trekking Touren.
Im Februar und März wird es wieder wärmer, in den großen Höhen Schneit es jedoch häufig. Ende März beginnt es bereits, hin und wieder dunstig zu werden. Schön ist in dieser Jahreszeit die Rhododendron Blüte, die in dieser Zeit beginnt.
Im April und Mai wird es recht warm unter 2000m. In noch tiefer gelegenen Gebieten (unter 1200m) ist es dann schon wiederum beinahe zu heiß um zu Trecken. Es ist oft dunstig.
Höhenkrankheit: Begibt sich der Mensch in extreme Höhen ist dies eine Herausforderung an den Körper, es zeigt aber auch, wie komplex die Adaptionsfähigkeit des Menschen ist, welcher gewöhnlich diese Erfahrung überleben wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch als Höhenkrankheit bezeichnet, kann AMS (Acute Mountain Sickness) jeden Trekking Urlauber ab Höhen von 3000m ü. M. befallen. Sie wird durch zu schnellen Höhenanstieg ausgelöst und kann, falls die ersten Warnzeichen nicht beachtet werden, fatale Folgen haben.
Höhenkrankheit ist vermeidbar. Der Schlüssel hierfür liegt im langsamen Aufstieg, um dabei dem Körper genügend Zeit zur Anpassung zu geben. Der Prozess zur Höhenanpassung wird als Akklimatisation bezeichnet. Erste Maßnahme um nicht Höhenkrank zu werden und um sich zu Akklimatisieren ist ein langsamer Aufstieg. Eine Faustregel besagt, dass ab 3000m ü. M. nicht mehr wie etwa 400 Höhenmeter pro Tag abgeleistet werden sollen. Als zweite Maßnahme gilt: je länger man auf einer gewissen Höhe verweilt, umso besser ist die Akklimatisierung. Gelegentliche Pausentage beim Trekking ermöglichen dies. Zusätzliche Akklimatisierungsläufe in diesen Ruhetagen auf größere Höhen (um dann wieder auf geringerer Höhe übernachten) sind ebenfalls sehr hilfreich.
Im Folgenden sind Symptome aufgelistet, die sich ab Höhen von ca. 2500 - 3000m ü. M. einstellen können. Sie sind völlig normal und sollten den Reisenden nicht beunruhigen.
Normale Symptome:
- Phasenweise Schlaflosigkeit
- Das Verlangen nach mehr Schlaf, oftmals bis zu 10 Stunden
- Gelegentlicher Appetitverlust
- Wesentlich mehr Träume, lebhafter und wilder
- Unerwartet und plötzliches auftreten von Kurzatmigkeit
- Während dem Trekking in regelmäßigen Abständen Pausen einlegen, um den Atem wieder zu beruhigen (ab Höhen von 4000m ü. M.)
- Ständig laufende Nase
- Vermehrter Drang zum Urinieren (gutes Zeichen, der Körper passt sich an die Höhe an)
Schwache AMS Symptome - nicht höher gehen:
- Kopfweh, sehr verbreitet und taucht meistens in den Abendstunden auf. Ein Problem kann sein, das zu wenig Flüssigkeit während des Tages aufgenommen wurde. Etwas gegen die Kopfschmerzen für einen ruhigen Schlaf einnehmen. Hat sich der Zustand am nächsten Morgen nicht gebessert, sollte man absteigen.
- Übelkeit, kann mit anderen Symptomen auftauchen, in der Regel aber mit Kopfweh. Hat sich der Zustand am nächsten Morgen nicht gebessert, sollte man absteigen.
- Schwindelgefühle, treten sie während dem Trekking auf, möglichst aus der Sonne gehen und eine Pause einlegen. Flüssigkeit zu sich nehmen.
- Appetitlosigkeit, weit verbreitet und ebenfalls ein Anzeichen für zu schnellen Anstieg.
- Schlaflosigkeit oder generelle Müdigkeit.
- Trockener Husten, kann manchmal schmerzhaft sein und Halsschmerztabletten helfen.
Summarisch kann man sagen, dass alles außer Durchfall und Heiserkeit die ersten Anzeichen von Höhenkrankheit sein können und man sollte dies so annehmen. Kopfweh kann z.B. durch Flüssigkeitsmangel hervorgerufen werden und ein weiterer Anstieg ist problemlos, genauso gut kann es aber auch ein erstes Anzeichen von AMS sein und die Folgen schwerwiegend.
Bei Unsicherheit und ersten Anzeichen sollte man auf keinen Fall höher gehen.
Die ersten AMS Symptome behandeln : Auf natürliche Weise: Tauchen die ersten Symptome während des Laufens auf, sollte man rasten und die Sonne meiden, in regelmäßigen Abständen trinken.
Mit Medikamenten: Treten die ersten Anzeichen während dem Laufen auf empfiehlt es sich, zusätzlich zur Rast und Flüssigkeitsaufnahme, etwa 125-250mg Diamox (in Kathmandu oder Namche erhältlich) einzunehmen. Diamox wirkt nach einer bis vier Stunden. Entwickeln sich die ersten Symptome am Abend, ebenfalls 125-250mg Diamox einnehmen und ausreichend trinken. Bei Kopfschmerzen evtl. zusätzlich eine Aspirin oder Ibuprofen einnehmen. Sind die Beschwerden nach sieben bis acht Stunden noch nicht vollständig vergangen, ist es sinnvoll abermals 250mg Diamox zu nehmen.
Auf die Höhenkrankheit muss im Anfangsstadium regiert werden, milde Symptome werden durch weiteren Anstieg schlimmer.
Ernsthafte AMS Symptome - sofortiger Abstieg
- Andauernde, schwere Kopfschmerzen
- Koordinationsverlust, in Schlangenlinien laufen und betrunken wirken (wichtigstes Anzeichen um den Übergang von milden AMS Symptomen zu ernsthaften bzw. schweren AMS Symptomen festzustellen)
- Bewusstseinsverlust
- Flüssig in der Lunge klingen
- Schwierigkeit beim Atmen
- Flüssiger Husten
- Schwere Lethargie
- Hoher Ruhepuls (über 130 Schläge pro Minute)
- Milde Symptome werden rasch schlimmer
- Unvermindertes Übergeben
- Mentale Konfusion und Halluzination
- Schweres Atmen oder Atemlosigkeit bei Ruhe
- Deutlich blaues Gesicht und Lippen
Der Akklimatisierungsprozess im Körper : Der Körper braucht Zeit, um sich auf den mit zunehmender Höhe absinkenden Luftdruck einzustellen und dies bedeutet dramatische Veränderungen in den chemischen Vorgängen im Körper (bei der Atmung und im Blut). Bei 5500m ü. M. beträgt der Luftdruck etwa nur noch die Hälfte dessen wie auf Meeresniveau. Ebenso verringert sich der Sauerstoff-Partialdruck (also die Menge Sauerstoff, die ein Kubikmeter Atemluft enthält) in den Lungenblässchen. Da aber im Gegensatz dazu der Druck in den Zellen praktisch gleich groß bleibt, gelangt nur noch halb soviel Sauerstoff in das Gewebe. Es tritt eine Sauerstoffunterversorgung ein. Die körpereigene Atemregulation wirkt dem zunächst nicht entgegen, da sie vornehmlich auf den Kohlendioxidgehalt (CO2) des Blutes reagiert. Dieser steigt bei abnehmendem Luftdruck aber nicht an.
Bei schwerer körperlicher Belastung nimmt der CO2 Gehalt im Blut zu, aufgrund dessen wird die Atmung forciert, die normale O2 - CO2 Balance wird wiederum hergestellt. Verringert sich der Sauerstoffgehalt der eingeatmeten Luft nun in der Höhe schlagartig zum Negativen, entgegnet das CO2 Reglersystem dem zunächst nicht, die Atmung bleibt unverändert. Bei zu schnellem Aufstieg kann das Sauerstoffdefizit sehr schnell eine Größe erreichen, wo die ersten Anzeichen der Höhenkrankheit auftreten. Erst nach mehreren Stunden beginnt der Körper die Sauerstoffanreicherung im Blut mit Mehratmung zu erhöhen. Dies erfolgt aber nur bis zu einem bestimmten Ausmaß, da Mehratmung auch gleichzeitig eine höhere CO2 Abatmung bedeutet. Das CO2 Reglersystem verlangsamt die Atmung daraufhin. Zusätzlich beginnen die Nieren nach einiger Zeit, den durch den CO2 Verlust ansteigenden pH-Wert durch vermehrtes Ausscheiden von NaHCO3 in den Urin zu kompensieren. Dies ist auch der Grund für das vermehrte Urinieren, der Körper passt sich an.
Die roten Blutkörperchen sorgen für den Transport des Sauerstoffs aus den Lungen in alle Regionen des Körpers. Ein Aufenthalt in Höhenlage und der damit verbundene Sauerstoffmangel führen zu einer roten Blutkörperchen Anreichung, die Sauerstofftransportkapazität des Blutes erhöht sich drastisch.
Folgende Tabelle zeigt den geringer werdenden Luftdruck bei ansteigender Höhe:
Höhenlage |
mmHG |
Luftdruck |
Sauerstoffsättigung * |
Meeresniveau |
760 |
100% |
99% |
1000m |
670 |
88% |
|
2500m |
554 |
73% |
|
3000m |
520 |
68% |
93% |
3500m |
489 |
64% |
|
4000m |
460 |
60% |
88% |
4500m |
431 |
57% |
|
5000m |
404 |
53% |
80% |
5500m |
380 |
50% |
|
6000m |
356 |
47% |
75% |
7000m |
314 |
41% |
|
8000m |
277 |
36% |
|
8848m |
249 |
33% |
|
* Durchschnittliche Sauerstoffsättigung im Blut bei Ruhezustand des Körpers |